Erfolgreiche Umsetzung von Bildungs- und Finanzmaßnahmen für Geflüchtete in Lateinamerika

Nach fünf Jahren geht das DSIK-Projekt zur wirtschaftlichen und finanziellen Stärkung von Geflüchteten in Ecuador, Kolumbien und Peru erfolgreich zu Ende. Tausende Menschen haben neue Perspektiven gewonnen, konnten ihre unternehmerischen Fähigkeiten ausbauen und sich aktiv in lokale Wirtschaftskreisläufe einbringen.

Fünf Jahre lang hat die Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation (DSIK) ein erfolgreiches Projekt zur wirtschaftlichen und finanziellen Inklusion von Geflüchteten in Ecuador, Kolumbien und Peru umgesetzt. Finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt durch die Berliner Sparkasse, eröffnete das Projekt neue wirtschaftliche Perspektiven. Im Fokus stand dabei, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung zu stärken und ihre aktive Rolle in lokalen Wirtschaftskreisläufen nachhaltig zu fördern.

Die Projektarbeit konzentrierte sich auf finanzielle Bildung, unternehmerische Kompetenzen und den verbesserten Zugang zu bedarfsgerechten Finanzdienstleistungen. Insgesamt wurden fast 4.000 Menschen erreicht, rund 2.700 davon nahmen an Maßnahmen der finanziellen und unternehmerischen Bildung teil. Dazu zählten unter anderem Business Games, Weiterbildungen für Trainerinnen und Trainer sowie ein Finanzcoaching-Programm für Paare. Ergänzend wurden Mitarbeitende von Finanzinstitutionen qualifiziert, um bestehende Zugangsbarrieren zu Finanzdienstleistungen zu reduzieren. Digitale Lern- und Austauschformate über die Plattform Impulso Migrante ergänzten die Projektaktivitäten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Stärkung lokaler Partnerorganisationen. Insgesamt elf Nichtregierungsorganisationen wurden institutionell begleitet und 15 Bildungsprogramme zur finanziellen und wirtschaftlichen Inklusion entwickelt oder an die Bedarfe der Zielgruppen angepasst. Parallel arbeitete das Projekt mit fünf Finanzinstitutionen zusammen.

In diesem Rahmen wurden neun Finanzprodukte und interne Prozesse angepasst oder neu entwickelt, wodurch mehr als 2.100 Menschen erstmals oder erneut Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen erhielten.

Auch der Aufbau und die Nutzung von Netzwerken trugen zur Umsetzung des Projekts bei. Regionale und nationale Austauschformate förderten die Zusammenarbeit zwischen relevanten Akteuren. Die Community Impulso Migrante zählt inzwischen über 1.000 Mitglieder und ermöglicht den länderübergreifenden Austausch von Erfahrungen, Informationen und Ressourcen. Ergänzend wurden wissenschaftliche Arbeiten erstellt, die die Projekterfahrungen systematisch dokumentieren.

Die im Projekt entwickelten Ansätze und Instrumente sind in den Partnerinstitutionen verankert und werden über die Projektlaufzeit hinaus angewendet. Zudem fließen zentrale Aktivitäten in das regionale KKMU-Projekt ein, das Mikro-, kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, einschließlich Unternehmerinnen und Unternehmern mit Flucht- oder Migrationserfahrung.

Auch wenn das Regionalprojekt nun offiziell abgeschlossen ist, bleibt die DSIK in Lateinamerika aktiv. Alle Infos zu aktuellen Projekten, wie der Nachhaltigen Umgestaltung der Finanzwirtschaft in in Lateinamerika oder die Förderung technologischer Innovationen in Honduras finden Sie hier.

Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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