Kick-off für das Personalförderprogramm 2026

Am 10. Februar kamen neue und ehemalige Teilnehmende des Personalförderprogramms zu einem virtuellen Erfahrungsaustausch zusammen. Das Personalförderprogramm gibt es nun seit mehr als zehn Jahren – eine Erfolgsgeschichte, die Menschen verbindet, Kompetenzen stärkt und internationale Brücken baut.

Wer bereits im Auslandseinsatz war, berichtete offen von persönlichen Herausforderungen, bewegenden Begegnungen und wertvollen Lernerfahrungen. Die neuen Teilnehmenden erhielten so nicht nur praktische Tipps, sondern auch einen authentischen Einblick in das, was sie erwartet: eine Zeit, die fachlich prägt und persönlich bereichert.

Jährlich ermöglichen die Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation (DSIK) und das Förderkolleg der Stiftung für die Wissenschaft bis zu zehn engagierten Mitarbeitenden der Sparkassen-Finanzgruppe einen Blick über den Tellerrand. Für vier bis acht Wochen bringen sie ihr Fachwissen in Projekten weltweit ein und unterstützen dort den Aufbau und die Stärkung lokaler Finanzsysteme.

Das Programm richtet sich an Mitarbeitende von Mitgliedsinstituten der DSIK sowie an Kollegiatinnen und Kollegiaten des Förderkollegs – Menschen, die Verantwortung übernehmen und über den eigenen Horizont hinauswachsen möchten.


Neu: Personalförderprogramm Plus

Mit dem neuen Personalförderprogramm Plus eröffnet die DSIK ihren Mitgliedern bundesweit zusätzliche Möglichkeiten: Qualifizierte Mitarbeitende können gezielt für einen befristeten Auslandseinsatz entsendet werden – als strategisches Instrument der Personalentwicklung, zur Förderung von Führungskräften und zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität.

Die Teilnehmenden leisten vor Ort einen spürbaren Beitrag und kehren mit frischen Perspektiven, interkultureller Kompetenz und neuen Impulsen für ihren Berufsalltag zurück. Eine echte Win-win-Situation: für die Projekte, für die Institute und für jede einzelne Persönlichkeit.


Erfahrungsberichte aus sechs Projektländern

Sechs ehemalige Teilnehmende des Programms teilten beim Kick-off ihre persönlichen Eindrücke aus ihren Einsätzen in Mexiko, Usbekistan, Ruanda, Laos, Mongolei und Malawi.

Sie alle haben mit ihrem Sparkassenwissen wertvolle Impulse in die Projekte der DSIK eingebracht und gleichzeitig selbst enorm profitiert. Ob neue Sichtweisen auf Führung, ein geschärfter Blick für kulturelle Unterschiede oder das Vertrauen in die eigene Anpassungsfähigkeit: Die Auslandseinsätze wirken weit über die Projektzeit hinaus.

Im Jahr 2026 werden 25 Teilnehmende im Rahmen des Personalförderprogramms ins Ausland gehen. Dies ist nochmals ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den letzten Jahren. Zwei Drittel der Teilnehmenden kommen aus dem herkömmlichen Personalförderprogramm und ein Drittel aus dem neuen Personalförderprogramm Plus.
 

Drei inspirierende Beispiele für Auslandseinsätze:

Janine Max von der Sparkassenversicherung in Laos

In Laos hat Janine Max (Foto, rechts), IT-Consultant der Sparkassenversicherung, von August bis Oktober 2025 das Projekt zur sozial-ökologischen Transformation der Finanzwirtschaft unterstützt. Durch das Projekt sollen vor allem Finanzorganisationen im ländlichen Raum gestärkt werden, was zur Förderung von frauengeführten Kleinunternehmen, Agrarbetrieben und Jugendlichen beiträgt. Dies geschieht z.B. durch die Schaffung ökologischer und nachhaltiger Geschäftsmodelle, marktgerechter Produktangebote für Kleinstunternehmerinnen und Bäuerinnen sowie eine Erweiterung der geografischen Reichweite. Zu diesem Zweck hat Janine Max mit lokalen Partnern wie der Lao Association of Savings and Credit Unions (LASCU) zusammengearbeitet, indem sie u.a. bei der Erstellung von Geschäftsplänen sowie der Auswahl eines neuen IT-Systems mitgewirkt hat.
 

Denise Meyer vom Deutschen Sparkassenverlag in Mexiko

Denise Meyer vom Deutschen Sparkassenverlag (Foto, Mitte) hat während ihres Aufenthaltes in Mexiko-Stadt das Sustainable Finance Projekt der DSIK in Lateinamerika unterstützt. Neben der Ausrichtung auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Biodiversität werden auch die soziale Nachhaltigkeit (z.B. eine geringere Diskrepanz zwischen Arm und Reich oder Geschlechtergerechtigkeit) und Governance-Aspekte (Korruptionsbekämpfung, Diskriminierungsfreiheit etc.) berücksichtigt. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, die sozial-ökologische Transformation der Finanzwirtschaft mit finanzieller Inklusion zu verbinden. Denise Meyer konnte dabei ihr Wissen als Managerin für Nachhaltigkeitsmanagement einbringen, indem sie an der Erstellung von Hilfsmaterialien für die ESG-Implementierungsschritte und praxisnaher ESG-Leitfäden mitgewirkt hat. Außerdem hatte sie die Gelegenheit, mit Fachvorträgen zu Nachhaltigkeit am Regional-Forum der DSIK in Costa Rico teilzunehmen.
 

Maiko Stelter von der Sparkasse Lüneburg in Ruanda

Im Rahmen des Regionalprojektes im östlichen Afrika hat Maiko Stelter (Foto, links) seinen Arbeitsplatz bei der Sparkasse Lüneburg für sieben Wochen gegen eine Tätigkeit als Kurzzeitexperte in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, eingetauscht. Seine Erfahrung als Leiter der Corporate Finance Abteilung konnte er dort nutzen, indem er zusammen mit unseren Partnern vor Ort bei der Professionalisierung des Mikrofinanzsektors mitgewirkt hat, die Organisationsentwicklung und Finanzbildung gefördert hat, sowie geholfen hat, Frauen bei der Unternehmensgründung den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern. Dadurch wird die finanzielle Inklusion von ansonsten benachteiligten Bevölkerungsgruppen gestärkt, was zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum in Ruanda beiträgt.




Mehr Informationen zum Personalförderprogramm und zum Personalförderprogramm Plus finden Sie hier

Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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