Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit zielt auf ein menschenwürdiges Leben ab, d.h. auf die Verteilung gesellschaftlicher Belastungen, auf Rollenverteilung, auf Verteilung von Arbeit, Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und auf Chancengleichheit. Aus- und Weiterbildung ist integraler Bestandteil der meisten Projekte der Sparkassenstiftung. Gut ausgebildete Menschen haben in einer globalisierten Welt eine bessere Perspektive, sich frei zu entfalten. Die passende Ausbildung ist ein wichtiger Baustein ist für wirtschaftlich erfolgreiches Agieren. Wie vielfältig die Projektarbeit der Sparkassenstiftung ist, zeigen die unterschiedlichen Projektansätze weltweit.

1. KKMU Finanzierung

Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) sind ein Motor für Beschäftigung und leisten einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. Die Schaffung von Arbeitsplätzen durch KKMU Finanzierung kommt häufig sozialen Randgruppen direkt zugute, wodurch die Armut verringert, das Einkommen erhöht und die Investitionen in Bildung und Gesundheit positiv beeinflusst wird. Der Zugang zu bedarfsgerechten Finanzdienstleistungen ist die Basis für ihren Erfolg. Die Sparkassenstiftung nutzt den Erfahrungsschatz der Sparkassen-Finanzgruppe, um Banken und Mikrofinanzinstitute bei der Einführung und Weiterentwicklung ihres Kreditgeschäfts zu unterstützen, von der Konzeption der Produkte bis hin zur Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Projektbeispiel: Deutsch-Aserbaidschanischer Fonds GAF

Der KKMU-Sektor in Aserbaidschan wird durch den Deutsch-Aserbaidschanischen Fonds (German-Azerbaijani Fund - GAF) nachhaltig gestärkt. Die Bundesregierung (vertreten durch die KfW Bankengruppe) hat bereits 1999 Aserbaidschan den Kredit dazu vergeben. Die Sparkassenstiftung arbeitet gemeinsam mit lokalen Banken an der Verteilung der Mittel, die ausschließlich für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt werden. Der GAF hat sich über die Jahre zu einem echten Rotationsfonds entwickelt. Die nachhaltige Wirkung geht jedoch weiter, da die Verfahren der Kreditvergabe auch von anderen Banken zur Vergabe von KKMU-Krediten genutzt werden. Der GAF ist damit in Aserbaidschan zum Synonym für einen KKMU-Kredit geworden. Mit diesen bedarfsgerechten Strukturen werden KKM-Unternehmen gefördert



2. Training und Personalentwicklung

Training und Personalentwicklung sind integrale Bestandteile aller Projekte der Sparkassenstiftung. Gut ausgebildete Menschen haben in einer globalisierten Welt eine bessere Perspektive. Unsere Mission und Passion ist, das vorhandene Ausbildungsniveau nachhaltig positiv zu beeinflussen. Dafür vereinen wir erfolgreiche Konzepte mit vorhandenen lokalen Bildungsstrukturen. Beispiele hierfür sind die Einführung der dualen Berufsausbildung, die Gründung von Ausbildungsakademien, die Trainings of Trainers für die stiftungseigenen Business Games sowie die Organisation und Durchführung von Seminaren.

Projektbeispiel: Peru – Einführung einer dualen Berufsausbildung

Die Sparkassenstiftung hat gemeinsam mit dem peruanischen Sparkassenverband (FEPCMAC) und dessen Mitgliedssparkassen eine duale Ausbildung zum Bankkauf-mann und frau ins Leben gerufen. Neben praktischen Erfahrungen in den jeweiligen Sparkassen erfolgt die Theorievermittlung in Blockseminaren in der Berufsschule. Die zweijährige Berufsausbildung ist stark an ihr deutsches Vorbild angelehnt. Im Vergleich zu den traditionellen Ausbildungsmodalitäten in Peru bietet diese Berufsausbildung zusätzlich ein monatliches Finanzstipendium an, das es Auszubildenden ermöglicht, Ausbildungskosten und privaten Verpflichtungen nach zu kommen.


3. Inklusive Projektarbeit

Die Idee des Sparens und der finanziellen Inklusion ist seit über 200 Jahren in der Mission und im Namen der "Sparkasse" verankert. Als Sparkassenstiftung binden wir kontinuierlich Minderheitsgruppen ein, indem wir in Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnerinstitutionen zielgruppenorientierte finanzielle Trainings durchführen und bedarfsorientierte Sparprodukte entwickeln. Dabei beziehen wir neben Menschen mit Behinderungen, auch den soziokulturellen Hintergrund und den wirtschaftlichen Status in unsere Trainings ein, z.B. bieten wir Trainings zur wirtschaftlichen Integration von Zwangsvertriebenen an oder ermöglichen den Zugang zu Finanzdienstleistungen für benachteiligte Frauen in ländlichen Regionen.  

Projektbeispiel: Zentralasien „Women in Business“ Projekt                                                           

Das Programm "Women in Business " in Zentralasien orientiert sich an den Bedürfnissen weiblicher Zielgruppen und trägt dazu bei, einen nachhaltigen Zugang zu Finanzprodukten und -dienstleistungen zu ermöglichen, indem es KKM-Unternehmerinnen durch einen geschlechtsspezifischen und maßgeschneiderten Arbeitsansatz anspricht.  Die Sparkassenstiftung ist Teil der Transformation zu integrativeren und wettbewerbsfähigeren Bankenmärkten, indem wir den Zugang von Unternehmerinnen zu Finanzmitteln, Know-how und nichtfinanziellen Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung verbessern.

Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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