Türkei: Unternehmertum von Erdbebenbetroffenen und Geflüchteten gestärkt – Projekt erfolgreich abgeschlossen

Das so genannte RE-SEED-Projekt*, finanziert von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wurde in Kahramanmaraş erfolgreich abgeschlossen. Die Umsetzung erfolgte durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Partnerschaft mit dem Türkischen Gemeindebund und der Deutschen Sparkassenstiftung (DSIK). Ziel des Projekts war es, Unternehmer und Unternehmerinnen, die vom Erdbeben betroffen sind, sowie Geflüchtete und Mitglieder der Aufnahmegemeinschaften zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts wurden Schulungen zu Unternehmertum, Marketing, Markenbildung, E-Commerce und Geschäftsplanung angeboten. Aus über 700 Bewerbungen wurden 100 Unternehmer und Unternehmerinnen ausgewählt, die an den Trainings teilnahmen und anschließend individuelles Coaching erhielten. Neben dem Wiederaufbau ihrer Unternehmen konnten die Teilnehmenden ihre unternehmerischen und finanziellen Kompetenzen ausbauen, neue Marktchancen erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe nachhaltig stärken. Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Türkischen Lira (TRY) vergeben. Jeder Förderberechtigte erhielt etwa 150.000 TRY, um gezielt in Maschinen, Ausrüstung, Materialien und Rohstoffe zu investieren und so die Produktionskapazität und Geschäftsprozesse zu stärken.

Die Abschluss- und Netzwerkveranstaltung fand am 24. September 2026 in der Handels- und Industriekammer von Kahramanmaraş statt. Dort wurden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt, Erfolgsgeschichten geteilt und symbolische Schecks an die Förderempfänger überreicht. Die Veranstaltung bot zudem Raum für neue Kontakte und Kooperationen.

Das RE-SEED-Projekt war auf sechs Städte in der Türkei ausgerichtet (Adana, Gaziantep, Hatay, Kahramanmaraş, Kilis und Malatya) und hat besonderen Fokus auf die Förderung von Frauen, Menschen mit Behinderungen und benachteiligten Gruppen gelegt. Ziel war es, Beschäftigungsmöglichkeiten zu erweitern, die Widerstandsfähigkeit lokaler Unternehmen zu stärken und die wirtschaftliche Erholung in den Erdbebengebieten zu unterstützen.

 

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RE-SEED* :

"Sustainable Employment and Socio-Economic Development in Earthquake-Affected Regions of Türkiye" ("Nachhaltige Beschäftigung und sozioökonomische Entwicklung in erdbebengeschädigten Regionen der Türkei").

Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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