Auch 2015 geht die Reise weiter: „Entwicklungsgeld“ tourt durch Deutschland. Aktueller Ausstellungsort ist Fürstenfeldbruck

Gemeinsam eröffneten Heinrich Haasis, Präsident des Weltinstituts der Sparkassen, und Niclaus Bergmann, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation, die Ausstellung in der Sparkasse Fürstenfeldbruck

Bei der Ausstellungseröffnung mit dabei (v.l.): Frank Opitz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Fürstenfeldbruck, Niclaus Bergmann, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung, Philip Ruopp, Fotograf, Heinrich Haasis, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung, Klaus Knörr, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fürstenfeldbruck und Dr. Peter Harwalik, Vorstandsmitglied der Sparkasse Fürstenfeldbruck.

Die Sparkasse Fürstenfeldbruck und die Sparkassenstiftung zeigen in der Ausstellung „Entwicklungsgeld“ Bilder zu Finanzkooperationen in Ghana, Laos und Vietnam. Die Ausstellung wurde Ende 2013 erstellt und bisher in 12 Sparkassen gezeigt.

Heinrich Haasis, Niclaus Bergmann und Klaus Knörr, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fürstenfeldbruck, begrüßten gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Frank Opitz und Dr. Peter Harwalik am 14. Januar 2015 die geladenen Gäste zur feierlichen Ausstellungseröffnung.

Bewährtes Know-how der deutschen Sparkassen – auch auf internationaler Ebene

In seiner Eröffnungsrede gab Haasis einen Einblick in die Arbeit der Sparkassenstiftung: Im Jahr 2014 sei die Stiftung weltweit in 31 Ländern aktiv gewesen. Informationen zur Arbeit der Sparkassenstiftung sind unter www.sparkassenstiftung.de zu finden. Das Geschäftsmodell der deutschen Sparkassen erlebe – trotz oder vielleicht auch gerade wegen der globalen Krisen – eine Renaissance. Dieser Trend zeichne sich auch in der Arbeit der Sparkassenstiftung ab: „Seit mehr als 20 Jahren überträgt die Stiftung die Erfolgsfaktoren der deutschen Sparkassen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Wir verzeichnen derzeit nicht nur in diesen Ländern ein Interesse am deutschen Sparkassenmodell, sondern aktuell auch wieder in Europa“, erklärte Haasis.

Fotos aus Ghana, Laos und Vietnam

Haasis stellte die Arbeit der Sparkassenstiftung in Ghana, Laos und Vietnam vor – den Projektländern, die Fotograf Philip Ruopp im Auftrag der Sparkassenstiftung bereiste und aus denen er eindrückliche, oft sehr emotionale Impressionen von Menschen, ihrer Arbeit und ihrem Umgang mit Geld mitbrachte.

Gemeinsam mit dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband unterstützt die Sparkassenstiftung seit 2010 den Verband der ghanaischen Kreditkooperativen. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe der Aufbau einer Schulungseinrichtung für die Mitarbeiter dieser rund 400 Kooperativen und ihrer mehr als 500.000 Kunden. Haasis fügte hinzu: „Kredite sind immer nur eine die Seite der Medaille, die zu unserem Projektansatz gehört. Auf der anderen Seite steht das Verständnis der Kunden über Finanzprodukte, vor allem auch zum Thema Sparen.“ Das Durchschnittseinkommen in Ghana betrage umgerechnet rund 72 Euro im Monat. Trotz dieses geringen Betrages sei Sparen in Ghana – so wie in vielen anderen Ländern der Welt – eine zwingende Notwendigkeit. „Es gibt keine sozialen Sicherungssysteme. Ohne einen Notgroschen geht es nicht.“ Haasis betonte, dass Sparen und Finanzielle Bildung in Ghana deswegen eine besonders wichtige Rolle spielten.

Mit umgerechnet 65 beziehungsweise 55 Euro liege das monatliche Durchschnitteinkommen in Vietnam und Laos noch unter dem Niveau Ghanas, erklärte Haasis. In einem Regionalprojekt   unterstütze die Sparkassenstiftung seit einigen Jahren in diesen beiden Ländern sowie in Kambodscha und Myanmar insgesamt zehn Mikrofinanzinstitute. Ziel sei es, arme Haushalte und Kleinstunternehmen in der Region durch das Angebot von Spar- und Kreditprodukten zu unterstützen.
Einige Bilder der Fotoausstellung zeigten die Kundinnen des sogenannten „Women and Family Development Fund“ (WFDF) in Laos: „Zusammen mit der laotischen Frauenunion haben wir vor fünf Jahren mit dem Aufbau des WFDF begonnen. Heute hat der WFDF mehr als 3.200 Kundinnen. In den Dörfern in Laos gibt es keine Banken. Der Weg in die nächste Provinzhauptstadt ist meist weit – die Straßen schlecht.“ Da mache es Sinn, wenn nicht die Kundinnen aus ihrem Dorf zur Zweigstelle des WFDF kommen müssten, sondern umgekehrt. Dies leiste der WFDF: Regelmäßig, zu festen Zeiten, meist einmal wöchentlich. In diesen sogenannten Center Meetings, oft im buddhistischen Tempel des Dorfes, bekämen Frauen die Möglichkeit, Spargelder, Kreditraten und Prämien für Krankenversicherungen einzuzahlen.

Sparkassen-Finanzgruppe übernimmt internationale Verantwortung

Der Zugang zu Finanzdienstleistungen sei eine Voraussetzung dafür, dass alle Schichten einer Gesellschaft ihre Zukunft eigenverantwortlich gestalten könnten, betonte auch Knörr in seiner Ansprache an die Gäste. „Sparkassen werden hier vor allem in ihren regionalen Aktivitäten wahrgenommen. Die Ausstellung veranschaulicht, dass wir als Sparkassenorganisation gemeinsam auch international Verantwortung übernehmen.“
Als zentrale Institution stehe für diese Idee seit mehr als zwei Jahrzehnten die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Nach dem Motto „Gut für die Welt“ trage sie den Gedanken regionaler Wirtschaftskreisläufe hinaus in die Welt. Gestützt auf den Erfahrungsschatz der Sparkassen fördere die Stiftung so die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Projektländern. Dies sei ein Konzept, von dem die Sparkasse Fürstenfeldbruck zutiefst überzeugt sei. Knörr erklärte: „Es ist in unser aller Interesse, dazu beizutragen, dass selbstständige und wirtschaftlich erfolgreiche Gemeinden und Länder geschaffen werden.“

Die Arbeit der Stiftung in Bildern

Auf seiner einmonatigen Reise sammelte Fotograf Philip Ruopp beeindruckende Impressionen vor Ort. Auf seiner Suche nach Motiven lernte er dabei nicht nur zahlreiche bewegende persönliche Schicksale kennen, sondern erlebte hautnah die jeweiligen kulturellen, religiösen und politischen Verhältnisse in den Partnerländern der Sparkassenstiftung. Diese Erlebnisse und Eindrücke hat Ruopp auf künstlerisch-dokumentarische Weise in die Bilderwelten der Ausstellung transferiert. Die in der Sparkasse Fürstenfeldbruck gezeigten 42 Exponate porträtieren das Leben der Empfänger der „Entwicklungsgelder“ und zeigen ihren täglichen Umgang mit ihrem knappen Geld.

 

„Entwicklungsgeld“ ist noch bis zum 6. Februar 2015 in der Sparkasse Fürstenfeldbruck, Hauptstraße 8 zu sehen. Ergänzend zur Ausstellung erhalten die Besucher einen umfangreichen Ausstellungskatalog. 

 

Weiterführende Informationen und Pressereaktionen zur Ausstellung finden Sie hier:

<link fileadmin user_upload pdf artikel _blank>Kreisbote und Gemeinde Anzeiger, 8. Januar 2015

<link fileadmin user_upload pdf artikel _blank>Tagblatt, 10./11. Januar 2015

<link fileadmin user_upload pdf artikel _blank>Fürstenfeldbrucker SZ, 14. Januar 2015

<link fileadmin user_upload pdf artikel _blank>Amper Kurier, 14. Januar 2015

<link fileadmin user_upload pdf artikel _blank>Fürstenfeldbrucker SZ, 15. Januar 2015

 <link fileadmin user_upload pdf aktuelles pm__ffb.pdf _blank>Pressemitteilung Sparkasse Fürstenfeldbruck

 <link fileadmin user_upload pdf artikel dszonline_20-1-2015_sparen-bei-55-euro-monatslohn.pdf _blank>Sparkassenzeitung Online, 20. Januar 2015

 <link fileadmin user_upload pdf aktuelles _blank>Sparkassenzeitung, 23. Januar 2015

<link fileadmin user_upload pdf aktuelles _blank>MikrofinanzWiki, 26. Januar 2015

 

Ansprechpartner:

Carina Lau
Sparkassenstiftung für internationale Kooperation
Simrockstraße 4
53113 Bonn
Tel.: +49 228 9703-6608
E-Mail: carina.lau@sparkassenstiftung.de

 

Johann Steber
Sparkasse Fürstenfeldbruck
Hauptstraße 8
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: +49 8141 407-591
E-Mail: johann.steber@sparkasse-ffb.de

Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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