Türkei

Finanzielle Inklusion von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden in der Türkei

Land
Türkei

Projektpartner vor Ort
Turkish Grameen Microfinance Programm (TGMP)
Bildungsministerium,
Staatliche Agentur für KMU-Förderung und staatliche Arbeitsagentur;
Regionale Industrie- und Handelskammern

Deutscher Projektpartner
n.n.

Geldgeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dauer
31.05.2019 bis 31.12.2022


Gegenwärtig sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Laut UNHCR waren es 2020 über 80 Millionen Menschen. Die Türkei ist mit 3,7 Mio. aufgenommenen Flüchtlingen das mit Abstand größte Aufnahmeland. Der Großteil der Geflüchteten kommt aus Syrien.

Die meisten Flüchtlinge wurden in lokalen Gemeinden, häufig in urbanen und peri-urbanen Räumen großer türkischer Städte untergebracht. Diese Flüchtlinge suchen primär Zugang zu Gesundheitswesen, Bildung und Arbeitsmarkt. Die Situation stellt die türkischen Behörden vor große Herausforderungen, die zusätzlich dadurch verstärkt werden, dass ein beträchtlicher Teil der türkischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter arbeitslos ist. Ein großer Teil der Jugendlichen, meist Frauen, sind weder berufstätig noch zur Schule gegangen.

Das Oberziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und der wirtschaftlich benach­teiligten türkischen Bevölkerung, vor allem Jugendlicher und junger Erwachsener in Ausbildung bzw. nach Ausbildungsabschluss sowie Kleinst- und Kleinunternehmerinnen und -unternehmer.

Hierbei steht die finanzielle Inklusion dieser Zielgruppen durch die Förderung der finanziellen Bildung, die Unterstützung unternehmerischer Aktivitäten und die Heranführung an den Finanzsektor im Vordergrund.

Aufgabenstellung

Nachfrageseite:

Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zur Steigerung der finanziellen und unternehmerischen Kompetenz:

  • Durchführung und Präsentation einer Studie zur finanziellen/unternehmerischen Grundbildung
  • Konzeption und Weiterentwicklung des Schulungsangebots für die Zielgruppen
  • Auswahl von lokalen Trainerinnen und Trainern zur Durchführung erster Pilotschulungen

Angebotsseite:

Identifikation von Finanzinstituten mit Vorreiterfunktion, um den Zugang der Zielgruppe zu Finanz­produkten und -dienstleistungen verantwortungsvoll zu verbessern:

  • Auswahl von Partnerbanken und Initiierung gezielter Zusammenarbeit mit deutschen Sparkassen
    im Bereich der finanziellen Inklusion der Zielgruppe (Konten und andere Finanzdienstleistungen für Geflüchtete, Bereitstellung von Finanzierungsprodukten für KKMU und Start-ups)

Kreditfonds zur Finanzierung von Start-ups und KKMUs

Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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