01.07.2016

Iran, Türkei | Prüfmissionen zur Stärkung des Finanzsektors in der islamischen Republik Iran und der Republik Türkei zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung und der dort lebenden Flüchtlinge


Der Iran und die Türkei haben besonders viele Flüchtlinge aufgenommen, insbesondere aus Afghanistan und Syrien. Deren Integration stellt für diese Länder eine große Herausforderung dar

Land
Islamische Republik Iran, Republik Türkei

Projektpartner vor Ort
n.a.

Deutsche Projektpartner
n.a.

Geldgeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dauer
07/2016 - 12/2016


Gegenwärtig sind so viele Menschen auf der Flucht, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Länder wie der Iran und die Türkei haben in der Vergangenheit besonders viele Flüchtlinge aufgenommen, insbesondere aus Afghanistan und Syrien. Ihre Integration stellt für die aufnehmenden Länder eine zusätzliche Herausforderung dar. Gleichwohl ist es wichtig, den Flüchtlingen eine langfristige Perspektive im Aufnahmeland zu ermöglichen, damit sie ihr Potenzial einbringen können. Der Zugang zu und die Nutzung von Finanzdienstleistungen unterstützen diesen Ansatz. Gleichzeitig gibt es aber auch lokale Bevölkerungsgruppen, die nicht hinreichend in den Finanzsektor integriert sind. Um den sozialen Frieden nicht zu gefährden, müssen die Unterstützungsmaßnahmen daher beide Zielgruppen erreichen.

Im Jahr 2016 wurden zwei Prüfmissionen durchgeführt, um die Möglichkeiten einer konkreten Unterstützung bei der Verbesserung finanzieller Inklusion der lokalen Bevölkerung und von Flüchtlingen zu eruieren.

Für den Iran könnte sich eine mögliche Unterstützung auf drei Bereiche fokussieren: I) Finanzielle Inklusion von nicht ausreichend oder gänzlich nicht inkludierten Gruppen, II) Entwicklung geeigneter Prozesse und Produkte für Flüchtlinge im Banken- und Finanzdienstleistungssektor und III) Verbesserung der finanziellen und unternehmerischen Bildung von Flüchtlingen und Kleinstunternehmern. Die Zielgruppe für alle drei Bereiche sind Flüchtlinge, lokale Gemeinschaften und Kleinstunternehmer.

Für die Türkei scheint aus entwicklungspolitischer Sicht ein Projektansatz sinnvoll, der sich auf die Einbindung von Flüchtlingen und deren Aufnahmegemeinden in den Finanzsektor konzentriert. Die Sparkassenstiftung könnte in der Türkei einen zusätzlichen Beitrag zur finanziellen Inklusion der schwächsten Teile der Gesellschaft leisten, um langfristig deren Lebensbedingungen zu verbessern und wirtschaftliche Potenziale zu nutzen. Besonderer Fokus sollte dabei auf die finanzielle und unternehmerische Bildung von Frauen, Kindern und Kleinstunternehmern gelegt werden. Kleinstunternehmer deshalb, weil im Zuge der Einbindung der in der Türkei ansässigen syrischen Flüchtlinge erwartet wird, dass bis zu eine Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, um diese auf dem Arbeitsmarkt zu absorbieren. Unternehmerische Tätigkeit führt in der Regel zur Stimulierung der Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.


Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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