01.05.2019

Türkei | Finanzielle Inklusion von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden in der Türkei


Land
Türkei

Projektpartner vor Ort  
n.a.  

Deutscher Projektpartner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dauer
01.05.2019 bis 31.10.2019 (Orientierungsphase)


Gegenwärtig sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Laut UNHCR waren es Ende 2017 über 68 Millionen Menschen. Die Republik Türkei ist mit 3,5 Mio. aufgenommenen Flüchtlingen das mit Abstand größte Aufnehmerland. Der Großteil der Flüchtlinge kommt aus Syrien. Die meisten Flüchtlinge wurden in lokalen Gemeinden, häufig in urbanen und peri-urbanen Räumen großer türkischer Städte, untergebracht und machen derzeit mehr als 3 Prozent der Bevölkerung aus. Diese Flüchtlinge suchen primär Zugang zu Gesundheitswesen, Bildung und Arbeitsmarkt. Diese Situation stellt die türkischen Behörden vor große Herausforderungen, die zusätzlich dadurch verstärkt werden, dass die Hälfte der türkischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nicht in den Arbeitsmarkt eintritt. Die Beschäftigungsquote beträgt nur 46%. Etwa 35% der Jugendlichen, meist Frauen, sind weder berufstätig noch zur Schule gegangen.

Die finanzielle Inklusion der lokalen Bevölkerung und von Flüchtlingen ist daher eine zentrale Aufgabe, an der das Projekt ansetzt. Das Oberziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und der wirtschaftlich benachteiligten türkischen Bevölkerung, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung bzw. nach Ausbildungsabschluss sowie Kleinst- und Kleinunternehmern. Hierbei steht die finanzielle Inklusion dieser Zielgruppen durch die Förderung der finanziellen Bildung, die Unterstützung unternehmerischer Aktivitäten und die Heranführung an den Finanzsektor in der Türkei im Vordergrund.  


Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Simrockstraße 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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