01.08.2002

Aserbaidschan | Deutsch-Aserbaidschanischer Fonds (GAF)


Der GAF ist im Laufe der Jahre zum Synonym für erfolgreiche KMU-Kreditvergabe in Aserbaidschan geworden

Land
Aserbaidschan

Projektpartner vor Ort
Bis zu sechs private Geschäftsbanken

Deutsche Projektpartner
n.a.

Geldgeber
Finanzministerium Aserbaidschan

Dauer
01.08.2002 bis 31.12.2020
(Gesamte Laufzeit)


Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts prägt die Erdölförderung die Wirtschaft Aserbaidschans. In den letzten Jahren konnte der Staat zwischen dem kaspischen Meer und dem Kaukasus hohe Einnahmen aus der Förderung verzeichnen. Mit dem Verfall des Ölpreises zeigen sich allerdings die Schattenseiten der Abhängigkeit von diesem Rohstoff. Es bestehen große Unterschiede zwischen dem ländlichen Aserbaidschan und der Hauptstadt Baku.

Für eine Verbesserung der Situation müssen nicht nur der KKMU-Sektor gefördert, sondern auch die Stabilität des Bankensektors und das Vertrauen der Bevölkerung in den Finanzsektor erhöht und nicht zuletzt die politische Lage der Region stabilisiert werden.

Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung (vertreten durch die KfW Bankengruppe) Aserbaidschan bereits 1999 einen Kredit bereitgestellt, den sogenannten „German Azerbaijani Fund (GAF)“. Die Mittel werden zu relativ günstigen Konditionen bereitgestellt. Im Gegenzug verpflichten sich die lokalen Banken, den Kredit an die Zielgruppe auszulegen, also an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Partnerbanken, die das volle Kreditrisiko tragen, wurden durch die Einführung westlicher Standards bei der Kreditvergabe unterstützt.

Der GAF erweist sich dabei als echter Rotationsfonds: Seit seiner Einführung konnten mehr als 70.000 Kredite für fast 250 Mio. Euro ausgelegt werden. Seine Wirkung geht sogar noch darüber hinaus: Auch andere (kommerzielle) Banken haben diese Art der Kreditvergabe nach Vorbild des GAF übernommen. Ein KMU-Kredit heißt in Aserbaidschan GAF-Kredit.

 

 


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