20.06.2016

Süd-Süd-Dialog in Lateinamerika: Workshop zu nationalen Strategien für finanzielle Bildung


„Nationale Strategien für finanzielle Bildung“ war der Titel des viertägigen Workshops, den die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation Mitte Mai gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit 20 Vertretern aus Zentralbanken, Finanzaufsichtsbehörden und Bildungsministerien Lateinamerikas durchführte.

Ziel der Veranstaltung war der Erfahrungsaustausch über Methoden zur Umsetzung von Strategien für finanzielle Bildung. Diese gewinnt in Lateinamerika zunehmend an Bedeutung, jedoch gibt es große Entwicklungsunterschiede: Während einige Länder wie Peru und Honduras bereits eine nationale Strategie zur finanziellen Bildung verabschiedet haben, befinden sich andere, wie Kolumbien und El Salvador, derzeit noch in der Entwicklungsphase.

In der Rolle des Impulsgebers und Vermittlers unterstützt die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation ihre Partnerländer aktiv bei diesem Prozess.

Von Erfolgsmodellen lernen und miteinander kooperieren

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Einführung von Strategien für finanzielle Bildung ist die Kooperation aller beteiligten Stakeholder von großer Bedeutung. Das betonte auch Seminarleiter Shaun Mundy. Er hatte die Strategie für finanzielle Bildung in Großbritannien entwickelt und umgesetzt.

Die Teilnehmer des Workshops profitierten sehr von Mundys großem Erfahrungsschatz und tauschten sich mit ihm angeregt über Methoden und Tipps zur Entwicklung und Implementierung von nationalen Strategien für finanzielle Bildung aus. In anschließenden Praxis-Sessions übertrugen sie das Gelernte konkret auf ihre Heimatländer und gewannen so ein umfassendes Bild zu landesspezifischen Anforderungen, die bei der Einführung solcher Strategien beachtet werden müssen.

Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmer von der Wichtigkeit flächendeckender finanzieller Bildung überzeugt. Sie waren sich einig, das Thema in den politischen Agendas ihrer Heimatländer voranzubringen. Ana Rosa Sardiñas, Vizepräsidentin der kubanischen Zentralbank, zeigte sich nach ihrer Teilnahme am Workshop sehr beeindruckt von der Wichtigkeit des Themas und dem Fortschritt in anderen lateinamerikanischen Ländern. Sie möchte sich nun aktiv dafür einsetzen, dass die Entwicklung von Strategien zu finanzieller Bildung auch in Kuba einen höheren Stellenwert einnimmt.

Für die Entwicklung der nationalen Strategie in Mexiko war die Veranstaltung besonders gewinnbringend: Vertreter aus vier mexikanischen staatlichen Institutionen nutzten die Gelegenheit und gründeten eine Arbeitsgruppe, um in den kommenden Monaten mit vereinten Kräften an der Entwicklung und Einführung zu arbeiten.

Nationale Strategien bringen finanzielle Bildung in die Fläche

Finanzielle Bildung ist ein Kernthema sowohl der deutschen Sparkassen als auch der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Besonders für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern ist das Wissen über grundlegende finanzielle Zusammenhänge von großer Bedeutung für die verantwortungsvolle Organisation des eigenen Einkommens und der Ersparnisse. Insbesondere ärmeren Bevölkerungsteilen kann finanzielle Bildung helfen, nachhaltig vorzusorgen und nicht in die Überschuldungsfalle zu gelangen.

 Die Reichweite von finanzieller Bildung kann mit Hilfe einer nationalen Strategie deutlich erhöht werden. Koordinierung, strategische Planung und Zielgruppenbestimmung sowie darauf abgestimmte Programme, Evaluierungen und Wirkungsindikatoren sind die Erfolgsfaktoren eines solchen Konzeptes.

 

 

Ansprechpartner:

Inka Rank / Carina Lau
Sparkasssenstiftung für internationale Kooperation
Simrockstraße 4
53113 Bonn

Tel.: +49 228 9703 6631 / 6608
Fax: +49 228 9703 6613

 

 


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Telefon: 0228 9703-0
Fax: 0228 9703-6613 oder -6630

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