23.09.2016

Fotoausstellung “Entwicklungsgeld” in der Sparkasse Günzburg-Krumbach

Präsident des Weltinstituts der Sparkassen, Heinrich Haasis, eröffnet Fotoausstellung der Sparkassenstiftung mit Bildern zu Finanzkooperationen in Laos, Ghana und Vietnam


Die Sparkasse Günzburg-Krumbach und die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation zeigen in der Ausstellung „Entwicklungsgeld“ eine künstlerische Fotodokumentation mit einzigartigen Impressionen aus drei Projektländern der Sparkassenstiftung. Heinrich Haasis, ehemaliger Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) und Walter Pache, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Günzburg-Krumbach und seit vielen Jahren auch Kuratoriumsmitglied der Stiftung, eröffneten die Ausstellung am 21. September feierlich in der Kundenhalle der Sparkasse in Günzburg.

Geschäftsmodell der Sparkassen: Ein weltweites Erfolgsprinzip

Den zahlreich erschienenen Gästen, darunter Gerhard Jauernig, Oberbürgermeister der Stadt Günzburg sowie Vertreter aus Schulen, Wirtschaft und Presse, gab Haasis, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung in seiner Begrüßungsrede einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen aus dem internationalen Finanzsektor. Er sprach über das Regionalprinzip der deutschen Sparkassen und nahm Bezug zu seinem Ehrenamt als Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung. Zuletzt habe die Finanzkrise auch Kritikern gezeigt, welche Stabilität lokale Kreditinstitute für den Finanzplatz bedeuten und wie wichtig sie für die wirtschaftliche sind, wenn sie wie in Deutschland im Verbund auch alle internationalen Geschäfte anbieten können.

Bezugnehmend auf die gegenwärtigen Diskussionen über ein Overbanking in Europa, erinnerte Haasis an die rund zwei Milliarden Menschen, die nach wie vor keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Ein solcher Zugang für breite Bevölkerungsschichten, betonte er weiter, sei wesentliches Ziel der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Man könne zwar das öffentlich-rechtliche Modell der deutschen Sparkassen nicht ohne weiteres auf andere Länder übertragen, da es die rechtliche Verfassung selbständiger Kommunen nur in wenigen Ländern gebe. Entscheidend seien aber die besonderen Erfolgsfaktoren dieses Geschäftsmodells: Professionell und Ertrag bringend arbeiten und gleichzeitig den mehrschichtigen sozialen Auftrag erfüllen, günstige Produkte für Jedermann flächendeckend anzubieten, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und den Wettbewerb im Finanzsektor zu stärken. Damit hätten Mikrofinanzinstitutionen in Entwicklungs- und Schwellenländern den gleichen Auftrag wie ihn Sparkassen seit mehr als 200 Jahren erfolgreich wahrnehmen.

Auch in turbulenten Zeiten: Sparen ist weiterhin sinnvoll

Haasis ging auch auf die aktuelle Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ein und sprach sich gleichzeitig für die Sinnhaftigkeit des Sparens – auch in turbulenten Zeiten – aus. Die expansive Geldpolitik der EZB, die „Schwemmung“ der Märkte mit fast kostenlosem Geld, gehe zu Lasten der Sparer und sei eine Umverteilung von denen, die Geld sparen, hin zu denen, die Vermögen in Aktien oder Immobilienbesitz haben. Auch halte er es für falsch, dass Staaten für Kredite, die sie aufnehmen, sogar noch Geld bekommen. Damit wolle die EZB es diesen Staaten leichter machen, doch erreiche das Gegenteil – denn alles müsse irgendwann einmal zurückbezahlt werden. Indem Staatshaushalte nichts mehr für ihre Schulden bezahlten, belasteten sie die Sparer und würden außerdem zu Fehlinvestitionen verleitet. Darüber hinaus würden sie nicht mehr dazu angehalten werden, ihre Finanzen zu sanieren. Damit stabilisiere die EZB nicht die europäische Währung, sondern schwäche sie.

Das Geschäftsmodell der Sparkassen sieht Haasis nicht in Gefahr, betonte aber, dass die Ertragskraft der Banken leide. Er prognostizierte, dass die Erträge und Investitionen in den nächsten Jahren weniger würden, bevor sich anschließend hoffentlich der Markt wieder drehe und wieder stabilere Verhältnisse einträten.

Trotz allem, so betonte Haasis weiter, sei Sparen weiterhin sinnvoll, sowohl fürs Alter als auch für junge Menschen, die investieren wollen.

Die Arbeit der Stiftung in Bildern

Die Fotoausstellung in der Sparkasse Günzburg-Krumbach zeigt eine Auswahl von Aufnahmen, die den Alltag der Menschen in Ghana, Laos und Vietnam dokumentieren. Während seiner mehrwöchigen Reise durch diese Partnerländer der Sparkassenstiftung sammelte der Fotograf Philip Ruopp Motive, die die kulturellen, religiösen und politischen Verhältnisse vor Ort veranschaulichen. Die Exponate fokussieren und porträtieren das Leben der Empfänger der „Entwicklungsgelder“ und fangen den Finanzstrom in seiner alltäglichen Form ein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Oktober 2016 in der Hauptstelle der Sparkasse Günzburg-Krumbach, An der Kapuzinermauer 2 zu sehen. Ergänzend zur Ausstellung erhalten die Besucher den Ausstellungskatalog mit weiteren Bildern des Fotografen Philip Ruopp gratis.

 

Weiterführende Informationen zur Arbeit der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation finden Sie unter
www.sparkassenstiftung.de

 

Pressespiegel:

Günzburger Zeitung, 23.09.2016

Sparkassenzeitung Online, 27.09.2016

Günzburger Wochenzeitung Extra, 28.09.2016

B4B - Wirtschaftsleben Schwaben, 07.10.2016

 

 

 

 

Für weitere Fragen oder Informationen:

Carina Lau, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Sparkassenstiftung für internationale Kooperation
Telefon: +49 228 9703-6608
E-Mail: carina.lau--at--sparkassenstiftung.de

Wolfgang Stuber, Presse-Center
Sparkasse Günzburg-Krumbach
Telefon: +49 8221 92 1010
E-Mail: stuber-wolfgang--at--spk-gz-kru.de

 

 


Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
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