05.07.2018

OSV-Reise nach Zentralasien: Internationale Kooperation hautnah erleben

Eine Delegation des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) unter Leitung des Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Landrat Michael Harig und des Geschäftsführenden Präsidenten Dr. Michael Ermrich, erlebte Anfang Juni hautnahe Einblicke in die Projektarbeit der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation in Kirgisistan.


Delegation der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation und des OSV zu Besuch bei der stellvertretenden Vorstandvorsitzenden der Nationalbank Kirgistans, Lada Orozbaeva (Mitte erste Reihe). Links Dr. Michael Ermrich, rechts, erste Reihe Landrat Michael Harig.

Die Delegationsmitglieder, zu denen Jürgen Leindecker, Landesgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt, Uwe Riediger, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Barnim, Kai Lorenzen, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Alexander Meßmer, Vorstandsmitglied der Saalesparkasse, Hermann Dreyer, Leiter der Prüfungsstelle des OSV, Friedrich Stumpf, ehemaliger Langzeitexperte der Sparkassenstiftung in Kirgistan und ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes der Saalesparkasse sowie Niclaus Bergmann, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung und Olga Loshkaryova von der Prüfungsstelle des OSV gehörten, starteten ihre einwöchige Reise in der Hauptstadt Bischkek.

Bei einem Empfang in der deutschen Botschaft unterstrich Ihre Exzellenz, die deutsche Botschafterin in Kirgisistan, Monika Iwersen, wie fest verankert die Sparkassenstiftung und ihr Engagement in der deutsch-kirgisischen Entwicklungszusammenarbeit sei.

Anschließend stand ein Besuch der Nationalbank der Kirgisischen Republik auf dem Programm. Die Nationalbank ist lokaler Projektpartner der Sparkassenstiftung. Deren stellvertretende Vorstandvorsitzende Lada Orozbaeva betonte den hohen Stellenwert der gemeinsamen Projektarbeit. Sie sei vor allem deshalb so wichtig, weil sie einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung des staatlichen Programms zur finanziellen Grundbildung der Bevölkerung leiste.

Das Programm sieht umfangreiche Maßnahmen von der Schul- bis zur Erwachsenenbildung vor, die die Menschen befähigen, durchdachte finanzielle Entscheidungen zu treffen. Dies führt zu einem veränderten Sparverhalten, einer höheren Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen und letztlich zu mehr Wohlstand. Für die Koordination ist die Nationalbank der Kirgisischen Republik zuständig.

Im rund 400 Kilometer entfernten Karakol nahmen die Delegationsmitglieder an einem Seminar zum Thema „Kreditgeschäft“ teil und bekamen so unmittelbare Einblicke in die duale Berufsausbildung zum Bankspezialisten der Issyk-Kul-Filiale. In ihrer Arbeit setzt die Sparkassenstiftung vor allem auf den Know-how-Transfer und die Ausbildung lokaler Trainer. In Kirgisistan sind diese allesamt Mitarbeiter der Nationalbank. Sie wurden von Experten der Sparkassenstiftung intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet.

In Kara-Dschigatsch stand der Besuch einer Schulveranstaltung zu den Themen „Jugendsparen“ und „finanzielle Grundbildung von Kindern und Jugendlichen“ auf dem Plan. Highlight war die Vorstellung des ‘Savings Game’ – einem von insgesamt sieben Business Games der Sparkassenstiftung, das sich für den praktischen Einsatz in Schulen besonders eignet. Es fördert auf spielerische Weise den bewussten Umgang mit Geld und vermittelt Know-how zur Bildung von Spareinlagen.

Die Kompanion-Bank in Bischkek ist Projekt-Partnerbank der Sparkassenstiftung zur Förderung der dualen Berufsausbildung und des Weltspartags in Kirgisistan. Der Besuch des Instituts kennzeichnete die letzte Etappe der Reise. Wie wichtig sowohl die Qualifizierung der Bankmitarbeiter als auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für einen verantwortungsvollen Umgang mit finanziellen Themen ist, bestätigte Vorstandsvorsitzende Margarita Tscherikbaeva im Gespräch mit ihren deutschen Gästen.

Die Kompanion-Bank setzt sich sehr engagiert für den Weltspartag im zentralasiatischen Land an der Seidenstraße ein. In enger Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung fördert sie den Dialog zwischen Banken und Bevölkerung. Denn dieser führt wiederum zu Vertrauen in das Bankensystem. Nach wie vor bewahren viele Kirgisen einen Großteil ihrer Ersparnisse zu Hause auf – eingenäht in Kissen, versteckt unter Matratzen oder im Garten.

Nach der Reise zog Dr. Ermrich, stellvertretend für die Delegationsteilnehmer, ein positives Fazit: „Wir haben gesehen, wie wertvoll unsere Unterstützung hier in Kirgisistan ist und möchten diese gerne weiter ausbauen. Insbesondere wir als ostdeutsche Sparkassen haben umfangreiche Erfahrungen in der Umstrukturierung zu Vertriebssparkassen gesammelt und werden diese gern weitergeben.“

Über die Projektarbeit in Kirgisistan

Seit 2015 unterstützt die Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem OSV und der Saalesparkasse in Halle das Sparkassenpartnerschaftsprojekt zur Stärkung des Finanzsektors in Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Im Fokus der Projektarbeit stehen die Einführung der dualen Berufsausbildung zum Bankspezialisten, die Erhöhung der finanziellen Grundbildung für Jugendliche und die Sparmobilisierung der Bevölkerung.

Nähere Informationen zum Sparkassenpartnerschaftsprojekt in Zentralasien finden Sie hier 

Eine Übersicht zu den Business Games der Sparkassenstiftung finden Sie hier

 

Pressebeiträge:

Sparkassenzeitung, Juli 2018

Sparkassenzeitung Online, Juli 2018


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