27.10.2017

Sparschwein mal anders – so spart die Welt: Von Drachen, Wasserbüffeln, Marienkäfern & Co.

Am 30. Oktober ist wieder Weltspartag. Immer dabei: Das Sparschwein! Ob als Schlüsselanhänger, Stofftier, als Aufdruck auf T-Shirts oder in seiner eigentlichen Funktion als Spardose – das Schwein gehört in Deutschland zum Sparen einfach dazu. Die Sparkassenstiftung zeigt, welche Tiere in ihren Projektländern als Galionsfiguren des Sparens gelten


Was den Deutschen ihr Sparschwein, ist den Aserbaidschanern zum Beispiel ihr Marienkäfer: Zu Sowjetzeiten fertigte man mit wenigen Handgriffen aus Weißblechdosen ein Spargefäß. Bis heute sind sie als Geschenk für Kinder sehr beliebt. So wie dieses Exemplar, das mit viel Charme sagt: „Gib Geld“.

In Vietnam ist der Wasserbüffel sehr beliebt. Das Tier dient in den ländlichen Regionen als Traktor-Ersatz und ist für die ärmeren Bevölkerungsschichten eine wertvolle Geldanlage. Menschen, die im Jahr des Büffels geboren sind, gelten als fleißig und geduldig. Damit ist der Büffel ein hervorragendes Sparsymbol, in dem man gerne sein Geld aufbewahrt.

In China wurden schon vor hunderten Jahren Sparbehälter aus Ton hergestellt, sogenannte Pumane. Um an das Geld zu gelangen, muss der Puman zerstört werden. Die Behälter werden bis heute in der traditionellen Form verwendet – besonders beliebt sind sie in Form von Katzen, Drachen und – Schweinen.

Die Deutschen und ihr Sparschwein verbindet eine lange Tradition. Laut der „Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein“ beginnt seine Erfolgsgeschichte 1576 auf der Burg Schweinheim bei Köln. Dort befahl der Burgherr seinem Gesinde, Frauen und Kindern, sich Schweine aus Ton zuzulegen und diese stetig mit Münzen zu füllen, um für Notsituationen vorzusorgen.

Doch warum eigentlich gerade das Schwein?
Das rosa Rüsseltier gilt seit jeher als Symbol des Glücks und des Wohlstands. Wer „Schwein hatte“, galt schon im 16. Jahrhundert als jemand, der vermögend genug war, sich eigenes Vieh zu halten und deshalb immer eine fette Scheibe Wurst auf dem Brot, also Schwein, hatte.

Heute sparen die Deutschen vorwiegend auf Girokonten oder Sparbüchern. Die aktuellen Niedrigzinsen machen auch die Anlage in Fonds, Wertpapiere oder Immobilien für viele attraktiv. Einige Zukunftsprognosen sehen in der fortschreitenden Digitalisierung sogar das Ende des Bargelds kommen. An seiner Beliebtheit hat das Schwein jedoch nichts eingebüßt – fast jeder zweite ist hierzulande im Besitz eines Sparschweins.

Sparschwein abroad: So sparen Menschen in Projektländern der Sparkassenstiftung

Weltweit sieht das anders aus. Auf ihrer Mission für weltweiten Zugang zu Finanzdienstleistungen führt die Sparkassenstiftung Weltspartage in immer mehr Projektländern ein. In den letzten Jahren sind neben Armenien, Aserbaidschan und Georgien, Burundi, dem Kongo, der Mongolei und Mexiko, Mosambik, Ruanda, Sambia und Usbekistan, Kirgisistan, Kolumbien und der Ukraine auch Tadschikistan, Turkmenistan, Tansania und Vietnam hinzugekommen.


Hier finden Sie weitere interessante Einblicke in die diesjährigen Weltspartags-Aktivitäten in unseren Projektländern sowie aktuelle Beiträge zum Thema aus der Sparkassenzeitung Nr. 43:

Facebookseite der Sparkassenstiftung

Online-Kampagne der Sparkassenstiftung zum Weltspartag 2017

Erfahrungsbericht von Michael Frantz zum Weltspartag 2017 in der Mongolei

"Ein Feiertag fürs Sparen", Sparkassenzeitung, Oktober 2017

"Sparschwein mal anders", Sparkassenzeitung, Oktober 2017

 

Ansprechpartner:

Carina Bauer
Sparkassenstiftung für internationale Kooperation
Simrockstraße 4
53113 Bonn

Tel.: +49 228 9703-6608


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