01.11.2016

Pressemitteilung: Sparkassenstiftung unterzeichnet Abkommen mit der kubanischen Zentralbank

Vertrauensvolle Zusammenarbeit in früheren Jahren schafft die Grundlage für einerneutes Engagement in Kuba


In Havanna/Kuba wurde Mitte November eine Absichtserklärung zwischen der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation und der kubanischen Zentralbank unterzeichnet. Gegenstand dieser Vereinbarung ist die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Bankmitarbeitern, die kaufmännische Grundbildung von Kleinstunternehmern und Existenzgründern sowie die Einführung neuer Kreditprodukte und -methoden für diese Zielgruppe.

Heinrich Haasis, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung und Präsident des Weltinstituts der Sparkassen sagte dazu: „Der Erfolg in Kuba basiert in erster Linie auf dem großen Vertrauen, das die Kubaner in die Sparkassen-Finanzgruppe und in das Weltinstitut der Sparkassen (WSBI) haben. Die Nähe zum Kunden und das Ziel einer dezentralen Entwicklung sind gemeinsame Ziele. Die Sparkassenstiftung bringt das Praxis-Wissen der Sparkassen vor allem bei der Kreditvergabe nach Kuba.“

Die Sparkassenstiftung ist nach ersten Aktivitäten in den Jahren 2000 bis 2002 wieder nach Kuba zurückgekehrt. Nachdem im Jahr 2003 die staatliche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit eingestellt wurde, hat die Sparkassenstiftung schon im Herbst 2013 mit Unterstützung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes wieder mit ersten Projektaktivitäten in Kuba begonnen. Diese frühzeitige Zusammenarbeit war nur möglich, weil die Sparkassenstiftung durch ihre früheren Aktivitäten in Kuba einen Vertrauensvorschuss hat. Auch im Weltinstitut der Sparkassen ist die kubanische Sparkasse (Banco Popular de Ahorro, BPA) seit vielen Jahren aktives Mitglied.

Nachdem 2014 ein erstes Kooperationsabkommen mit der BPA geschlossen worden war, wurden die Aktivitäten 2015 deutlich intensiviert. Dieses Abkommen ermöglicht eine Zusammenarbeit im Bereich Kreditvergabe und Finanzieller Bildung. Hierbei werden die kubanischen Bankmitarbeiter in der Kreditvergabe im Umfeld einer freien Wirtschaft geschult. Gleichzeitig werden die Kunden in kaufmännischen Fragen unterrichtet, da diesen neuen Klein- und Kleinstunternehmern häufig das betriebswirtschaftliche Hintergrundwissen fehlt. In der Konsequenz hat die Sparkassenstiftung im Frühjahr 2016 erste Kleinstunternehmerschulungen sowie ein Pilotprojekt zur Kreditvergabe an Kleinstunternehmer in der Stadt Trinidad gestartet.

Insgesamt gibt es in Kuba guten Grund zur Hoffnung auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung – neben vielen wichtigen Änderungen im Finanzmarkt wurden seit 2011 von der kubanischen Regierung fast 180 Berufe wieder für die Selbständigkeit zugelassen. Diese Veränderungen, die mit den inzwischen deutlich besseren Beziehungen zu den USA einhergehen, können schrittweise dazu beitragen, die kubanische Wirtschaft anzukurbeln.

Kontakt für die Presse:

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